Für jedes Alter die richtige Reha
Betreuung und Überwachung durch Arzt und Schwester
In der Konzeption führend ist die familienorientierte Rehabilitation (FOR). Die Kinder unter den Patienten werden von ihren Eltern und im Idealfall auch von ihren Geschwistern begleitet, um das aus systemischer Sicht wichtige Um­feld des Patienten in die Rehabilitationsmaßnahme mit einbeziehen zu können. Diese folgt nach dem situationsorientierten Ansatz den Bedürfnissen und Problemkonstellationen, die jedes zu begleitende Kind, jede Familie mit sich bringt, offen für die gegenwärtige Situation und das individuelle Rehabilitationsziel. Die Förderung orientiert sich an den Ressourcen des Kindes und denen seines (Familien-) Systems, nicht an den krankheitsbedingten Defiziten. Bereits die Schulkinder können durch das synergetische Zusammenwirken der unter­schiedlichen Therapierichtungen eigenständig wertvolle Genesungsschritte unternehmen - in ihrem Krankheitsverständnis, ihrer körperlichen Wahrnehmungs- und Leistungsfähigkeit, ihrem Selbstwertgefühl- und vertrauen sowie in ihrer Sozialkompetenz.

Mit dem Fokus auf den Übergang in das Erwachsenenalter nutzen unsere jugendlichen Patienten dies noch stärker. In der auf die Bedürfnisse der 14- bis 18-Jährigen abgestimmten Jugendrehabilitation - in dieser Zeit finden in der Regel keine Familien-Reha­bilitationsmaßnahmen statt - werden sie auf ihren Weg hin zu einer selbstbestimmten, möglichst umfassenden Teilhabe an Schulabschluss, Berufswahl, Part­nerschaft und sozialer Gemeinschaft vorbereitet und unterstützt. Denn die häufigsten Komplikationen nach Organtransplantation treten während der Pubertät auf und führen nicht selten zu lebensbedrohlichen Situatio­nen. Die Gründe hierfür sind komplex und liegen zum einen in den physiologischen Veränderungen der Adoleszenz, zum anderen in den herausfordernden Einflüssen des Erwachsenwerdens. In der Zeit von zunehmend eingeforderter Selbstständigkeit ist es eine beson­dere Aufgabe, die konsekutiv not­wendige Eigenverantwortung als unerlässliches Lernen zu setzen und medizinisch, psycholo­gisch und menschlich anzuleiten in enger Abstimmung mit den heimischen Therapie­zentren.

Die Kleinkindrehabilitation ist speziell darauf ausgelegt, dass die Eltern fern von Krankenhaus und Alltagsstress, aber dennoch in geschütztem Rahmen, viel Zeit mit ihren Kindern verbringen können und zugleich Entlastung und Unterstützung bekommen. Der Zeitpunkt der Erkrankung der Kleinstkinder ist noch ganz nah; die Geburt des Kindes, der Anfang des Lebens, dann die Bedrohung durch das Organversagen, die Transplantation und die damit verbundenen Krankenhausaufenthalte liegen noch nicht lange zurück. Am Ederhof kann die Familie nun die Ereignisse verarbeiten und sich im Leben wieder neu ausrichten. [Folder Kinder-Rehabilitaion]

Die Säulen des Integrativen Rehabilitationskonzeptes Ederhof sind Medizin, Krankenpflege, Ernährungs-und Diätberatung, Psychologie, Physiotherapie/Massage und die Pädagogik mit den Bereichen Kindergarten, Erlebnispädagogik, Sportpädagogik und Psychomotorik sowie Lernbegleitung. Der integrative Ansatz bildet sich wie folgt ab: Die Begleitung der Kinder unter den Patienten nach medizinisch-therapeutisch aktuellsten Leitlinien- und Standards, die täglichen Arztvisiten und Teamsitzungen sind Grundlage der medizinischen Behandlungskompetenz.